SPD

Masterplan für die Horner Rennbahn!

Hansjörg Schmidt, Horner SPD-Chef und Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte kommentiert die neue Initiative der SPD und GAL zur Zukunft der Horner Rennbahn:

Seit der Anhörung im Oktober 2009 ist es etwas ruhiger um die Planungen zur Kombirennbahn in Horn gewesen. Nun wurde auf der März-Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte ein weiterer Antrag von SPD und GAL zur Horner Rennbahn beschlossen. Mit diesem Antrag fordern wir einen “Masterpan Horner Rennbahn”. Ziel ist es, den gesamten Stadtteil in die Entwicklung einzubeziehen. Dieser Masterplan soll das Mediationsverfahren, welches auf Anlass der Bezirksversammlung durchgeführt wird, ergänzen. Der Masterplan soll eine grobe Zonierung der verschiedenen Nutzungen auf der Rennbahn umfassen und in einem erweiterten Gebiet die Verkehrsströme und weiteren Auswirkungen auf den Stadtteil berücksichtigen.

Der Kreis der von einer neuen Rennbahn Betroffenen geht über die unmittelbaren Nachbarn hinaus. Insbesondere der Parksuchverkehr muss aus den Wohnquartieren raus gehalten werden. Deshalb fordert die Bezirksversammlung eine Untersuchung der Verkehrsströme während der bisherigen Derby-Woche und eine Bilanz der angebotenen Parkplätze. Gleichzeitig müssen die Ergebnisse des Gutachtens zur „Neuen Mitte Horn“ in den Masterplan einfließen. Das Gutachten wurde vor einigen Jahren von der Bezirksversammlung in Auftrag gegeben und entstand mit breiter Bürgerbeteiligung. Es sieht eine Entflechtung der Kreuzung Horner Rennbahn und Rennbahnstraße vor. Durch die neu gewonnene Fläche kann eine attraktive Mitte für den Stadtteil Horn entstehen.

Mit der Forderung nach einem Masterplan geht die Aufforderung an die Fachbehörden einher, nicht mehr getrennt voneinander an den verschiedenen Problemfeldern in Horn zu arbeiten. Bisher plant die Behörde für Kultur, Sport und Medien (BKSM) die Kombirennbahn im Alleingang. Ich bin aber auch der Meinung, dass die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt frühzeitig in die Planungen eingebunden werden muss, sonst werden die Verkehrsprobleme nie gelöst!

Wir Horner sind stolz auf das traditionsreiche Derby auf der Horner Rennbahn. Die Sanierung und Neugestaltung der Rennbahn ist richtig und wichtig. In erster Linie muss aber die Anlage als stadtteilnahe hochwertige Freizeitanlage hergerichtet werden. Das Umfeld um die Horner Rennbahn muss aber auch verbessert werden. Dies kommt mir in der bisherigen Diskussion zu kurz. Wir wollen eine bürgernahe Rennbahn. Deshalb wollen wir mit dem Mediationsverfahren und dem Masterplan einen Schritt nach vorne machen, der allen zugute kommt.

Hier der gesamte Antrag zum Masterplan Horner Rennbahn.


“Ich schmeiß´hin!” Bezirkspolitikerin Constanze Manzke (CDU) tritt zurück

Die stellvertretende Vorsitzende der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, Constanze Manzke (CDU) tritt von ihrem Amt zurück. Das Hamburger Wochenblatt meldet “Mobbing, persönliche Ränkeleien und Stammtischpolitik” im Dunstkreis des Billstedter Juweliers David Erkalp, MdHB. Die 40jährige solle “kompetenten Nachwuchs (…) nicht im Wege stehen”. Nach Nils Quistorf und Alexander-Martin Sardina nun eine weitere kompetente Kommunalpolitikerin, die persönlichen  Machtgelüsten geopfert wird. Arme CDU. Traurig aber auch für die politische Kultur im Hamburger Osten. Trotzdem an dieser Stelle ein Danke an Constanze Manzke für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit.


Gebührenerhöhung für Kinderbetreuung ist “Resultat einer rückständigen Familienpolitik”

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In der Aktuellen Stunde über die vom Senat beabsichtigten Erhöhungen für die Kita-Betreuung hat SPD-Familienexpertin Carola Veit dem Senat eine rückständige Familienpolitik vorgeworfen. Der Senat wolle von den Eltern 30 Millionen Euro kassieren, ohne dass die Qualität der Kinderbetreuung verbessert werden soll. „Die gleiche Kita kostet künftig erheblich mehr. Ihre Politik ist familienfeindlich, und die Stadt schüttelt den Kopf“, sagte Veit. Der Senat erhöhe das Essensgeld um bis zu 200 Prozent und scheue nicht einmal davor zurück, die Eltern behinderter Kinder für die Betreuung in der Kita massiv zur Kasse zu bitten.

Die Behauptung, von den Erhöhungen wären nur Besserverdienende betroffen, sei unanständig. In den Augen von CDU und GAL sei man „besserverdienend“ bereits bei einem Nettoeinkommen von 2500 Euro. „Das mag für einen Alleinstehenden eine Menge Geld sein. Für eine vierköpfige Familie, die nebenbei vom Sportverein bis zur Brille eine Menge Kosten hat, ist das nicht so viel“, sagte Veit.

Besonders kritisierte Veit das Bestreben des Senats, Eltern von behinderten Kindern, die bisher immer aus guten Gründen einen abgesenkten Beitragssatz hatten, künftig volle Beiträge zahlen zu lassen. „Bis zu 1400 Prozent Aufschlag für 1800 Familien – das ist unanständig, das gehört sich einfach nicht!

In seiner Phase als Kapitalismus-Kritiker habe Bürgermeister von Beust gesagt: „Meine Sensibilität für Ungerechtigkeit wächst.“ – „Diese Phase haben Sie offenbar überwunden“, sagte Veit. Stattdessen fragten sich immer mehr Menschen in Hamburg, wofür der Senat Geld hat und wofür nicht – zu einem Zeitpunkt, zu dem der Senat die nächsten 36 Millionen für die Elbphilharmonie ausgeben wolle. Den – von manchen gescholtenen – Vergleich mit der Elbphilharmonie verdanke Hamburg Sozialsenator Wersich, der gesagt hatte, für ein Jahr Kita könne er das ganze Konzerthaus bauen. „Das ist ein gleichermaßen schlichter wie entlarvender Vergleich. Denn er zeigt, wo Ihre Prioritäten liegen“, sagte Veit. „Andersherum wird ein Schuh daraus: die Zinsen, die Ihre Elbphilharmonie künftig jährlich kosten wird, das sind genau die 30 Millionen Euro, die sie jetzt bei Hamburgs Eltern abkassieren werden.“

Veit zitierte die Regierungserklärung des Ersten Bürgermeisters. Dort heißt es: „… daher haben wir zum Beispiel den Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung auf das zweite Lebensjahr herabgesetzt.“

„Traurige Tatsache ist: Der Anspruch auf einen Kita-Platz ab zwei wird nicht eingeführt, sondern hier sparen sie weitere Millionen. Sie haben diesen Anspruch auf 2013 verschoben. 2013 liegt aber gar nicht mehr in der Verantwortung dieses Senats.“

Der Senat wolle zudem den Rechtsanspruch auf Betreuung bis zum 14. Lebensjahr kürzen: künftig sollen Kinder nur noch bis 12, also bis zur 6. Klasse, in den Hort. „Ohne jede fachliche Begründung“ sei das „nicht nur ein bildungs- sondern auch ein sozialpolitischer Blindflug“, sagte Veit.

Mehr zum Thema finden Sie hier und hier.


IGS-Baumfällungen: Pressemitteilung der SPD- und GAL-Fraktion

Wie die Hambuger Morgenpost berichtet, werden im Rahmen der Internationalen Gartenschau bis zu 3000 Bäume in Wilhelmsburg gefällt.

Rot-Grün erreicht durch Druck auf igs eine Verpflichtungserklärung:
Weniger Baumfällungen – Ausgleichspflanzungen kommen ein Jahr früher!

Seit Monaten fordert die Rot-Grüne Koalition in Mitte von der Internationalen Gartenschau in Hamburg (igs) die Vorlage ein Ausgleichskonzept für die Baumfällungen in Wilhelmsburg.
Der Rot-Grünen Bezirkskoalition reicht es nicht, nur eine Anzahl der zu pflanzenden Bäume zu erhalten. Stattdessen wird ein Gesamtkonzept gefordert, indem eine Gegenüberstellung des Verlustes von Biotopen und anderen Naturpotentialen zu den geplanten Aufwertungen im Wilhelmsburger Osten stattfindet.
Nun hat der beständige Druck der Rot-Grünen Koalition in Mitte gewirkt. Die igs hat eine Verpflichtungserklärung abgegeben. Darin legt sie sich jetzt fest, bis zum 14. Mai Baumfällungen, Aufwertungs- und wasserbauliche Maßnahmen sowie Maßnahmen die Biotope betreffen transparent zu machen. Außerdem sollen alle Fällungen noch einmal auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden. Dadurch wird die Zahl der zu fällenden Bäume reduziert.
Die igs hat in den Verhandlungen berichtet, dass mehr Baumfällungen beantragt worden sind, als tatsächlich gefällt werden sollen. „Uns ging es darum, so viele Bäume wie möglich zu verschonen. Die igs hat zugesagt, dass möglichst wenig Bäume gefällt werden. Da nehmen wir sie beim Wort!“, berichtet der SPD-Fraktionsvorsitzende Hansjörg Schmidt aus den Verhandlungen.
Weiterhin soll ein Pflanzschema für die Ersatzfläche dargestellt werden, die geforderte Gegenüberstellung der Fällungen und den geplanten Aufwertungen von Flächen wird geliefert und konkrete Angaben zu Aufwertungsflächen werden gemacht. Vor allem aber wird bereits in diesem Jahr und nicht wie geplant in 2011 mit den Ausgleichspflanzungen begonnen.
„Diese einseitige Erklärung legt die Eckpunkte des Ausgleichs und der weiteren Vorgehensweise fest. Das von uns schon so lange geforderte Ausgleichskonzept wird so verfeinert und kann eine Qualität erreichen, die für eine Gartenschau neue Standards setzt“, meint der GAL Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Osterburg.
SPD und GAL haben der IGS abgerungen, dass die ersten Ausgleichspflanzungen bereits 2010 stattfinden. Ein Jahr früher, als ursprünglich geplant. SPD Fraktionsvorsitzender Hansjörg Schmidt dazu: „Wir haben von der igs verlangt, den Zeitplan für die Ausgleichspflanzungen vorzuziehen. Nun hat sich die igs verpflichtet, bereits in diesem Jahr mit ersten Pflanzungen zu beginnen.“
Kritik äußern die Koalitionäre an der Kommunikation der IGS: „Wir haben immer mehr Transparenz und einen strafferen Zeitplan bei den Ersatzpflanzungen. Hätte die IGS schon früher auf uns gehört, dann hätte es bedeutend weniger Aufruhr gegeben.“ Mit der Verpflichtungserklärung schwenkt die IGS nun auf die Linie von SPD und GAL ein.

Für Rückfragen:
Hansjörg Schmidt (SPD): 0175 – 192 32 97
Michael Osterburg (GAL): 0173 – 311 83 38


Neue Ausgabe der “Berliner Republik”: Mist oder Dünger?

E-Mail des Chefredakteurs der “Berliner Republik”, Dr. Tobias Dürr:

“Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

in dieser Woche, rechtzeitig um sie zwischen den Jahren in aller Ruhe zu studieren, erscheint die neue Ausgabe 6/2009 der Berliner Republik. Unser Titel “Mist oder Dünger?” nimmt Bezug auf Franz Münteferings bekannten Ausspruch über das mutmaßlich nichtswürdige Oppositionsdasein aus dem Jahr 2004. Da der Ernstfall für die SPD am 27. September aber nun einmal mit voller Wucht eingetreten ist (und für die Grünen sowie die Linkspartei anhält), haben die nicht regierenden Parteien jeden Grund, Münteferings Aphorismus zu vergessen und sich stattdessen einer alten Bauernweisheit zu erinnern: “Mist ist Mist, solange er kein Dünger ist.” Folgerichtig wenden wir uns in unserem Schwerpunkt der Frage zu, mit welchen Mitteln und Inhalten die Oppositionsparteien die Mühen der Ebene erfolgreich bewältigen können. »» weiterlesen » Neue Ausgabe der “Berliner Republik”: Mist oder Dünger?


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